Americana…

Libby, Montana     am 01. Juli 2018

Uns fallen Eagle und Automobil auf – Unzweifelhaft zwei wichtige Symbole der amerikanischen Lebensart.  Sie stehen als Trophäen der unbedingt zu verteidigenden Freiheit im Mittelpunkt des (US) amerikanischen Selbstverständnisses.


Wir befinden uns in einer Landschaft, deren Ausmaß, Besonderheit und Einmaligkeit wir uns selbst im Traum nicht vorstellen konnten:
Die Wälder und Weideflächen riesig und unendlich, die Bäume ausladend und zauberhaft grün, die Flüsse und Bäche wild und reißend. Die Zivilisation andeutende Straßen einsam, stiller geht’s kaum, scheinbar ziellos.

Es ist unmöglich, an jedem schönen Fleck anzuhalten. Dieses Land ist einfach zu voll davon.
Also suchen wir die für uns beeindruckendsten Stellen aus und versuchen, das Atmen nicht zu vergessen.

Wir glauben, besonders durch diese Landschaft angeregt zu verstehen, dass der unbedingte Wunsch „frei zu bleiben“, ängstlich, ja fast paranoid, vor Terrorismus, Diktaturen, allen Feinden innerhalb und außerhalb der USA, ja sogar weltweit verteidigt werden muss.

Unseres Erachtens „schießen“ sie dabei, auch sich selbst gefährdend, massiv und letztlich gegen alle Menschen auf dieser Erde gerichtet, über ihr eigentlich hehres Ziel hinaus.

Wir haben für heute lockere 170 km vor uns: Es geht auf dem Hwy 2 Richtung Kalispell. Dort biegen wir ohne weiteren Aufenthalt auf den Hwy 93 ab, um unser nächstes Zwischenziel, Whitefish Montana zu erreichen. Soll ein süßes Städtchen sein.

Doch vorher erreichen wir Flathead Valley. Es gilt als Bezeichnung für das Reservat der Flathead Nations. Dort leben Angehörige der First Nation aus verschiedenen Stämmen mit in ihren Sprachen völlig anderen Namen. Wie auch immer, die Bezeichnung als Flachköpfe kann nur von ihren weißen Unterdrückern stammen.

Gewöhnungsbedürftige Hobbies werfen ein für uns bizarres Bild auf das Leben in der Einsamkeit. Auf was für Gedanken man dabei kommen kann…

Wir erreichen Whitefish unter nicht so angenehmen Wettervoraussetzungen. Starke Bewölkung, Regenschauer und unangenehme Kälte, dazu eher abgedunkeltes Tageslicht vermitteln uns nicht die positiven Eindrücke von Whitefish, die wir uns erhofft haben.

Geparkt wird hier immer noch so, wie in früheren Zeiten die Pferde angebunden wurden…
Schade, wir können uns nicht wirklich anfreunden mit diesem Verständnis einer „schönen Stadt“. Wir merken es immer wieder einmal, dass die Vorstellungen einer sehenswerten Stadt zwischen den hier lebenden Menschen und uns doch auseinander klaffen.

02. Juli       …durch die Rockys nach Shelby RV Park, Shelby, MT

Wir nähern uns dem Glacier National Park und…

drehen rechts ab Richtung Süden dem Hwy 2 folgend, am Middle Fork Flathead River entlang.

Ich wäre gern mit diesen Bootfahrer*innen auf dem Fluss mitgefahren, hätte gleichzeitig aber auch Angst vor den riesigen Flussschnellen gehabt. Auf jeden Fall ist es mal wieder eine sehr abwechslungsreiche Begegnung.

Schon jetzt ist Montana, obwohl wir erst knapp die Hälfte von West nach Ost durchquert haben, ein unbeschreiblich schönes Stück Erde…

Video

The mountains high, the valleys wide…

2 Gedanken zu “Americana…

  1. Schön, von eurer schier endlosen Tour wieder zu lesen. Und zwischen all den extremen Dimensionen ein kleines Wohnmobil aus Europa….

    • Hallo H.-W., na Du British Columbia driver,
      hast bestimmt eine fantastische Zeit. Ich verabschiede mich für ‘s nächste Jahr schon mal. Wir sehn uns in 2021
      Liebe Grüße Reiner

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