La Villa Real de la Santa Fe de San Francisco de Asís

Montag, der 25. Mai

Das letzte Stück vom Hwy 550 Richtung Albuquerque NM ist unser endgültiger Abschied von der typisch zerklüfteten Landschaft des Nordens New Mexicos.

Bei Bernalillo stoßen wir auf die Interstate I 25. Weil alternativlos, nehmen wir die letzten 80 km in nordöstlicher Richtung nach Santa Fe (das ist im Alltagsgebrauch vom eigentlichen Namen der Stadt übriggeblieben), der Hauptstadt des Staates New Mexico, mit etwas skeptischem Blick auf die gewaltige Wolkenansammlung unter unsere Räder.

25. – 26. Mai                 Trailer Ranch RV Park, Santa Fe NM

Das ist der Unterschied zwischen $20 und $52 pro Nacht: Wir werden in ziemlich geschäftiger Nähe der Stadt auf dem Trailer Ranch RV Park mit komfortablen Duschen auf einem außerordentlich schönen Platz verwöhnt…

Irgendwie mögen die uns hier besonders. Die Site Nr. 12, die uns zugewiesen wurde, finden wir, ist die Schönste des ganzen Platzes!
Die anderen sind auch nicht schlecht, aber unsere…

Allein um über eine schönen Campingsite zu philosophieren sind wir nicht hier!

Aber warum eigentlich nicht: Es ist nach all unserer Erfahrung wirklich nicht selbstverständlich, für jede Nacht eine angenehme Bleibe zu finden:

  • State Parks und National Parks spielen wegen Ihrer Lage in herrlichster Natur natürlich in einer eigenen Liga. Wobei uns die State Parks wegen ihrer Ruhe und Abgeschiedenheit weit weg von größeren Städten und ohne Massen von anderen Touristen am liebsten geworden sind. Die Sites sind allermeistens großzügig angelegt, Fire Pits selbstverständlich. State Parks sind oft an Seen mit Badegelegenheit und immer sehr ruhig gelegen.
    Allerdings für Wochenenden müssen wir in der Hauptcampingzeit zwischen Juni und September, besonders an denen am Montag noch ein Feiertag folgt, immer frühzeitig reservieren.
  • Darüber hinaus gibt es bei den privaten Campgrounds große Qualitätsunterschiede , insbesondere weil Camping in USA nicht allein ein Freizeitvergnügen ist, sondern viele Menschen als permanent customer während des ganzen Jahres in einem Wohnmobil oder noch häufiger in einem Wohnanhänger leben. Auf diese Kunden haben sich einige Campings spezialisiert und wir können nicht immer im Vorherein einschätzen, ob wir einen solchen Platz wirklich nutzen möchten.
  • Um Geld zu sparen, sind wir Mitglied bei Passport America geworden. Für ungefähr 80€ im Jahr erhalten wir gegen Vorlage unserer Mitgliedskarte meistens zwischen montags und donnerstags 50% Preisermäßigung auf die Mitglieds-Campingplätze. Im Übrigen lohnt es sich bei Privaten nach Discounts für Seniors oder Wochen- und Monatspreisen zu fragen…

Wir wollen heute nach Downtown Santa Fe und nehmen dazu den Bus der Linie 2.
Im Corona-Takt alle 30 Minuten fährt er von der Haltestelle gleich gegenüber dem Campingplatz-Eingang ab!

Sind wir denn nun Mitfahrende im Sinne eines „triftigen Grundes“?
Die Office-Angestellte hat uns einen guten Tipp gegeben:
Für den Fall danach gefragt zu werden, wissen wir als unser Ziel den Supermarkt „Trader Joe´s“ (kurz vor Downtown)!

Aber beruhigenderweise gilt das verbotene „fun riding“, wie wir dann im Bus lesen können, auch nur bei mehrfacher „Lustnutzung“ des Busses während eines Tages…
Unser komisches Gefühl legt sich endgültig, als wir sehen, dass mit uns sowieso nur drei oder vier „Maskierte“ mitfahren. Und das alles kostenlos!

Auf 2000 m Höhe liegend, weitläufig umgeben von 3000 m hohen Bergen, wovon man wegen der Differenz von nur 1000 m nichts merkt, empfinden wir nach einer halben Stunde angekommen, Santa Fe Downtown tatsächlich als eine städtische Einzigartigkeit.

Irgendwie eine große und gleichzeitig doch auch kleine Stadt…
Wir können mit ein bisschen gutem Willen noch heute den schon verdammt alten, total spanischen Ursprung dieser Stadt nachvollziehen.

Eingerahmt von riesigen, niedrig bebauten Flächen, breiten Straßen:
Das alte Zentrum rings um die herrliche Santa Fe Plaza – irgendwie dörflich…

Leider ist von der ursprünglichen „Indianersiedlung“ aus dem 12. Jahrhundert, die es an dieser Stelle gab, nichts mehr zu sehen. (Wenn man vom beeindruckenden Museum of Indian Arts and Culture absieht, dass wir wg. Corona leider nicht besuchen konnten)

So zeigen uns die allgegenwärtigen Pueblos im sogenannten Adobe Stil mit ihren besonders Wärme dämmenden und Kühle spendenden typischen bräunlichen Lehmputzflächen, den abgerundeten Ecken, den kühn verzierten, reichlich überstehenden hölzernen Deckenbalken, den schattigen überdachten Fußgängerwegen und Patios die alte spanisch/ mexikanische Atmosphäre.

Uns werden diese und andere Stilbesonderheiten verständlich, als wir herausfinden, dass im 16. Jahrhundert die Spanier meinten, hier den Sitz des Gouverneurs der Provinz Nuevo Méjico hinsetzen zu müssen.

Zu dem Zeitpunkt hatte im Übrigen noch kein einziger Engländer seinen Fuß auf den Boden des gesamten nordamerikanischen Kontinents gesetzt.

Es versteht sich, dass bei dieser Einzigartigkeit der kulturellen und baulichen Voraussetzungen dieses Zentrums von Santa Fe die Anzahl der Geschäfte, Restaurants, Fast Food Läden, Museen, Kirchen, Kapellen, Galerien, Parks, Statuen und Denkmälern schier unüberschaubar ist.

Das Virus jedoch hält in diesen Tagen fast sämtliche der dazu gehörenden Türen vor uns geschlossen. Viele Inhaber nutzen die Gelegenheit zu renovieren.

Gleichzeitig schenkt sich uns dafür diese Stadt einzigartig ruhig – ganz ohne Rummel und Gedrängel.
Manche sagen so und andere sagen so!

Der Bus bringt uns nach fast fünf Stunden Stadtrundgang mit „Burrito“-Essen, die großen Liebhaber*innen mexikanischen Essens werden wir nicht mehr, wieder zu unserem Camping zurück.

Trotz oder auch wegen Corona war dieser Schmelztiegel der amerikanischen Bevölkerung für uns ein besonderes Erlebnis.

Mittwoch, der 27. Mai

Heute morgen haben wir unser übliches Abfahrtsmanagement mit Checkliste mal wieder erfolgreich hinter uns gebracht und machen uns auf den Weg nach Taos… Aber anders als wir es uns vorgestellt haben:

Schon nach 10 Kilometern lässt sich der Gangschalthebel „unserer Wohnung“ vor einer Ampel des Hwy auf einmal nur noch „suppentopfartig“ rühren, aber nicht wirklich in den zum Anfahren passenden ersten oder wenigstens zweiten Gang positionieren.

Wir kommen gerade noch nach rechts um die Ecke der Kreuzung, dass geht ja hier auch bei roter Ampel und finden passenderweise nach hundert Metern eine Ausbuchtung, in der wir gefahrlos stehen bleiben und anfangen können zu überlegen;

  • Was ist passiert?
  • Wahrscheinlich ist der Kunststoffball zwischen Schaltgestänge und Getriebe kaputt oder rausgesprungen,
  • als Erstes: passende Werkstatt suchen
  • sofort im Internet fündig geworden: „Eurovan Rescue map“ sei Dank! –
  • Konstruct Performance, Academic Rd, Santa Fe anrufen,
  • die wollen unseren T4 auch reparieren und haben auch einen Abschleppdienst an der Hand…
  • Was machen wir jetzt? –
  • Versicherungspapiere raus suchen, telefonieren, stop:
  • vorher herausfinden, wo wir sind? – und wo der Abschlepper hinkommen soll,
  • im Navi feststellen, wie die Straße heißt oder die Koordinaten beschreiben
  • mit Versicherung telefonisch verhandelt, dass wir in Vorkasse gehen und uns dann die Abschleppkosten von ihnen wieder holen
  • nach einer guten Stunde ist Tony’s Towing Service zur Stelle und
  • Tony nimmt uns, obwohl das zu Corona Zeiten eigentlich nicht erlaubt ist, maskiert mit in seine Fahrerkabine und spart uns damit einmal „Uber“-Kosten (die App hatten wir schon aufs Handy geladen)
  • …genau, es geht nicht nach Taos NM, sondern zurück nach Santa Fe zur Fa. Konstruct Performance in der Academic Rd. 

immer noch
Mittwoch, der 27. Mai und wieder     Trailer Ranch Resort und RV Park, El Paso NM

Unser Glück ist unbeschreiblich. Wir sind zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle „baden gegangen“. Nicht in der Wüste, nicht hunderte Kilometer von der nächsten VW Werkstatt entfernt…

Die Werkstatt hat noch heute zumindest provisorisch den Schaden so beheben können, dass wir unseren Camping (von gestern) wieder aus eigener Kraft erreichen können.
Die Site 12 ist auch noch für die nächsten zwei Nächte frei…

Die passenden Ersatzteile haben sie bestellt. Sie rufen uns morgen oder übermorgen an, wenn sie bei ihnen eingetroffen sind…

Ein schöner ruhiger Erholungstag-

Donnerstag, 28. Mai

Unser amerikanisches Telefon klingelt zu nachtschlafender Zeit, schon um 8 Uhr morgens:
die Ersatzteile sind da – wir können kommen.

Mittags gegen 12.00 ist das Auto fertig – und wir haben Ersatz-Ersatzteile mit an Bord. Das heißt, wenn uns jetzt noch einmal die Verbindung zwischen Schaltgestänge und Getriebe kaputt gehen sollte, kein Problem…

Noch eine weitere Nacht im Trailer Ranch Resort und RV Park in Santa Fe – denn Weiterfahren lohnt sich heute nicht mehr.

Tomorrow is a new day…

Wir kleben Colorado!

Dieser Beitrag beschreibt unsere Route nach der für uns so beeindruckenden Wüsten- und Felsenlandschaft des Monument Valleys in Utah zwischen dem 21. und 25. Mai von Bluff UT nach Durango CO.

Wer denkt, dass unsere im letzten Beitrag beschriebene „Schleife“ schon zu Ende wäre, der „hat sich in den Finger geschnitten“ (Das ist so ein Geflügelwort, von dem ich schon gespannt bin, wie es sich wohl ins Englische übersetzen lässt, um auch verstanden zu werden… („Cut the finger?“)Weiterlesen »

Die große Schleife…

Heute ist Montag, der 8. Juni 2020 und bevor wir es geschafft haben, unseren Blog mit einem neuen Beitrag zu aktualisieren, ist sehr viel passiert.

Um nicht alles vorweg zu nehmen, sondern nur das, was allgemein in den USA im Moment im Mittelpunkt steht und uns „nur“ theoretisch betrifft, ist schon so „explosiv“ dass wir nicht mehr nur reisen können, sondern immer wieder hinschauen müssen, auch und gerade weil es uns im Verhältnis zu den vom Rassismus gebeutelten Menschen in den USA so gut geht!Weiterlesen »

Stay at Wohnmobil…

21. März – 20. April 2020     Western Way RV Resort, Tucson AZ

Wir würden gern auf einer unserer Wunschlust-Routen, ziemlich spontan von Süd nach Nord, unbeschwert und ohne äußere Einschränkungen weiter durch die USA und durch Kanada reisen.

Wie ungefähr 1.000.000 andere Fulltime RVers in den Vereinigten Staaten auch…

Aber so wie es jetzt aussieht und wie wir aus den für uns interessantesten Medien-Quellen

  • „New York Times“ Newsletter „The Morning“,
  • „RV Travellers“ Newsletter,
  • „Facebook“ RV Corona Virus News,
  • „Arizona Daily Star“,
  • „Tucson.com“, homepage,
  • „Reserve America“, homepage

tagtäglich erfahren, sind die Hindernisse weiterzufahren im Moment zumindest von Staat zu Staat völlig unterschiedlich, damit für uns unüberschaubar:

  • geschlossene Nationalgrenzen (USA-Canada; USA-Mexico)
  • „stay at home“ Vorschriften beinahe aller US Staaten mit unterschiedlichsten Start- und Enddaten,
  • fast überall geschlossene State Parks und darin Campgrounds (mit unterschiedlichsten oder unbekannten Wiedereröffnungsterminen)
  • einige private Campingplätze (manche sind geöffnet, Waschräume und Office sind meist geschlossen)

All dieses „Gewusel“ würde uns unserer Einschätzung nach möglicherweise an einem Ort stranden lassen, an dem wir nicht wirklich gern bleiben würden…

Western Way RV Resort ist eine gelungene Mischung aus vermieteten oder verkauften Mobilhomes (Chalets) und unterschiedlich großen Stellplätzen für Wohnmobile für Menschen ab einem Alter von 55 Jahren mit getrennten „Abteilungen“ für Menschen mit und ohne Hunde.

Für die Dauer eines Monats bleiben wir hier. – Natürlich gelten auch hier Abstands- und Hygieneregeln! – Aber wenn’s mehr nicht ist…

Leider ist der Pool genau am ersten Tag unseres gebuchten Monats mit unbestimmter Dauer geschlossen worden!

Genau, mit Schwimmen ist nichts! – Und das war für uns einer der wichtigsten Gründe hier zu bleiben…

Wie gut, dass wenigstens die Waschräume und Duschen geöffnet bleiben.
Denn einen Monat lang im Wohnmobil zu duschen wäre uns bei hoch sommerlichen Temperaturen bestimmt als sehr einschränkend vorgekommen.

Obwohl unsere Einkaufsfahrten ca. alle 10 Tage als Abwechslung eine Freude sein könnten, erweisen sich die 30 Kilometer hin und zurück und der Einkauf selbst unter den „Aufpass-Bedingungen“ vor einer möglichen Ansteckungsgefahr als eine für uns zwar bittere, aber notwendige Distanzrealität auch hier in Pima County, Arizona:

Eingang und Ausgang in die Supermärkte sind voneinander getrennt. Die Anzahl der rein- und raus gehenden Kunden wird per Mobiltelefon durch eine/n Mitarbeiter*in gegen einander aufgerechnet, so dass die Anzahl der sich im Markt befindlichen Menschen begrenzt werden kann.

Obst und Gemüse gibt es allerdings reichlich, wie immer…

Weil Vero sich bereit erklärt, allein einzukaufen, rüstet sie sich mit Einmalhandschuhen und Gesichtsmaske aus. Ich selbst habe das Privileg und die Zeit, im Auto zu sitzen, zu lesen und zu warten.

„Da fragt man sich: Wenn man schon so in den Supermarkt gehen muss… wieso sollte man dann noch bezahlen“ (Mach Dich nur lustig, Matze!)

Es gibt noch eine, wenn wir so wollen, andere Abwechslung:

Das Stuttgart Autohaus hat angerufen!
Der neue Anlasser für den Motor unseres VW T4 ist schon nach vier Tagen vom ADAC aus München gesendet in Tucson angekommen.  Für Dienstag, den 24. März sind wir mit der Werkstatt für den Aus- und Einbau verabredet.

Eine kleine Reise steht an, hin und zurück einmal quer durch Tucson immerhin 45 Kilometer und das mit der Zusicherung, dass wir am Abend auf jeden Fall wieder in unserem Resort sein werden.

Weil die Kundenlounge bei Stuttgart Autohaus wg. der Pandemie nicht genutzt werden darf und Cafés und Restaurants natürlich auch geschlossen haben, gehen wir in den nächsten Supermarkt um die Ecke, kaufen uns Brot, Schinken und etwas zu trinken und machen es uns auf einer ausgebauten Rücksitzbank eines VW Transporters im schattigen Hof der Werkstatt gemütlich.

Nach dreieinhalb Stunden läuft der neue Anlasser, der bestellte Ölwechsel ist erledigt, der Reifendruck überprüft und sämtliche Flüssigkeiten des Autos, wo notwendig, aufgefüllt.

Unsere Kreditkarte tut abschließend ihre Dienste und wir dürfen gegen 2:30 pm wieder „nach Hause“ fahren.
Die Mitarbeiter von Stuttgart Autohaus haben einen guten Job gemacht und wir ein erleichtertes Gefühl.
Dank an Alan und Tyler!

Im Übrigen hat es sich als sehr komfortabel herausgestellt, dass ich über die Facebook-Gruppe „Eurovan Owner“ auf der Eurovan Rescue Map sehr schnell herausfinden konnte, dass es in Tucson AZ diese Werkstatt speziell auch für VW T4 Transporter gibt…

Hier in fotografischer Form unsere Quarantänebeschäftigungen: putzen, quilten, fotografieren, Fitness, kochen, spazieren gehen und Menschen beobachten…

Im Übrigen: Nicht nur wir haben Menschen beobachtet, sondern auch wir wurden beobachtet:
Fast jeden Abend fragen Donna und Darwin aus Pennsylvania auf ihrem Spaziergang durch das Resort danach, was es denn heute abend bei uns zu Essen gebe?

Mit Pfanne und/oder Topf gehe ich (auf Abstand) zu ihnen und Vero erzählt ihnen regelmäßig über unser tägliches Rezept (drinnen vorbereitet und draußen gekocht)
Dabei erhalten wir zwei Einladungen in ihren Garten. Wir sitzen bei Tee bzw. Kaffee ungefähr vier Meter weit auseinander und fühlen uns in gesteigertem Maß bei intensiven Gesprächen sehr wohl. Kein Wunder, Donna arbeitete als Sozialarbeiterin mit mexikanischen Immigraten und ihren Familien, Darwin arbeitete als Historiker und Sozialwissenschaftler bei der Rockefeller Foundation  und schrieb unter Nutzung auf deutsch geschriebener Fachliteratur seine Doktorarbeit in Deutschland… Es gibt viel über berufliche und uns verbindende sozialpolitische Erfahrungen zu erzählen und wen überrascht es: sogar der Präsident konnte thematisch zwischen uns seinen Platz finden…

Darwin zeigt uns zum Abschied eine Szene, die wir noch nie gesehen haben:
Junge Kolibris (mit dem schönen englischen Namen Hummingbirds) nisten für uns gleich um die Ecke und sind extra für das Foto schier erstarrt.

Bei Dan von schräg gegenüber blüht heute Abend ein außergewöhnlicher Kaktus auf seine besondere Art.

The“Night Blooming Cereus“ blüht nur einmal im Jahr während einer Nacht!!!

Erwischt!

…und zudem ergibt sich mit Dan ein sehr beständiges und unkompliziertes Ritual: Er macht jeden Morgen und Abend einen Spaziergang durch das Resort. Es ist seine tägliche Bewegungsübung:
Davor und danach bleibt er einen Moment lang morgens und abends bei mir stehen (natürlich auf 8″ Abstand) und wir haben immer eine sehr nette Unterhaltung miteinander. Ganz einfach, ohne Stress, unkompliziert und liebevoll.

So eine Beziehung wünsche ich mir für zuhause auch… (Werde mich morgens wieder auf die Bank neben der Haustür setzen)

Samstag, 18. April 2020
An diesem strahlenden Sonnentag in Tucson AZ hat Vero Geburtstag.
Im nächsten Jahr wieder in unserem Garten…

Auf einmal ist der Monat rum… Wir müssen ungefähr 10 Kilometer „reisen“!

21. – 26. April 2020     Gilbert Ray Campground, Tucson AZ

Eine fast komplett andere Welt!

Die Sonne geht, wie immer in dieser Kakteenwüste, auf eine unbeschreiblich einmalig, ihre Umgebung färbende und die schlanken Saguaros kontrastierende Art, unter.
Sie fällt regelrecht über den Rand des knall orangefarbenen Horizont oder besser, die Erde verschluckt sie durch eine faszinierende Bewegung sich von ihr abwendend runter…

„What’s the dinner tonight?“ ruft es aus einem vorüberkommenden und kurz anhaltenden Auto heraus… Ich kann die Insassen auf den ersten Blick gegen die letzten Sonnenstrahlen nicht erkennen…

Donna und Darwin kommen uns besuchen. Sie möchten uns, bevor wir übermorgen weiterfahren, noch einmal sehen und möchten wissen, was es heute abend bei uns zu essen gibt.

Weil wir zum letzten Mal hier gewesen sein werden, gibt uns der Morgen vor unserer Abfahrt die unwiederbringliche Gelegenheit, pralle lebenshungrige Blüten der aus dem Winterschlaf erwachenden Kakteen fotografisch mitzunehmen.

Übrigens, es ist seit Tagen 38° heiß!

Video:

Saguaro National Park, a special experience. Take care!

Tucson-trouble…

AKTUELL

Wir fühlen uns gesund und bringen unsern Blog langsam aber sicher auf den neuesten Stand…

Sonntag, 8. März 2020

So schnell können sich die Verhältnisse ändern.
Gestern noch schönster Sonnenschein, entspanntes Feuer am ebenso roten Abendhimmel. Weil wir bis heute morgen gebucht haben und eine Verlängerung nicht möglich ist, heißt der Tag heute Departure Day. Wir müssen los…

Richtung Westen ist unser großes Ziel San Diego CA am Pazifik.Weiterlesen »

Unsere Leichtigkeit des Seins…

…ist in Gefahr unter „die Räder“ zu kommen:

seit Samstag, 21. März 2020     Western Way RV Resort, Tucson AZ
(wahrscheinlich)
bis Montag, 20. April 2020

Fakt ist:
Wir reisen im Moment nicht mehr, sondern sitzen schnappatmend und dann wieder tief durch-, manchmal völlig überwältigt von der Flut der Nachrichten vor den schon eingetretenen Auswirkungen und vor allem vor den, als unausweichlich angekündigten unkontrollierbaren Wellen dieser Corona-Virus Pandemie.Weiterlesen »