Durch Indianerland

Es ist Samstag, der 6. Juni, Digby erreicht und unser Kopf ist vom schon bisher Erlebten zum Platzen voll…

Wir wollen unbedingt unsere erste Lobster-Roll essen – aber denkste: bei „Kalens Take away“ gibt es neben viel Fritten nur verschiedene Fischangebote, so dass wir, um überhaupt etwas zu essen zu haben, auf die gemischte Fischplatte für 24 $ zugreifen.

„Setzt euch wieder ins Auto, wenn sie fertig ist, sage ich euch Bescheid.“ So oder ähnlich macht uns die Verkäuferin im Imbiss verständlich, dass wir, wie die anderen Kunden vor uns, geduldig warten können, ohne uns die Beine in den Bauch stehen zu müssen.
Ein Wink und schon schiebt sich der weiße Plastikteller mit Servietten, Besteck, Salz, Pfeffer, Ketchup und einer Miniportion Weißkrautsalat durch das Imbissfenster. Wie gut, dass wir unser eigenes Esszimmer dabei haben.

Es war eher na ja, „Muschel-, Jacobsmuschel-, Fischfilet- und Fritteneinerlei“. Wieder nichts zum „WasserimMundzusammenlaufenlassen“…

Dieses Wassertier oder Ente? im Hafen, here to see, kam nach dem letzten Tauchgang nicht wieder hoch und war für Vero ertrunken, nachdem sie auch nach bestimmt 15 Minuten immer noch nicht wieder aufgetaucht war und wir weiter gingen.
Bei Wikipedia erfuhr sie dann, dass Enten bis zu 15 Minuten unter Wasser bleiben können. Aber diese offensichtlich noch länger oder war es keine Ente und es ist doch ertrunken?

Sonntag, den 7. Juni 2015

Apropos Wasser:
Wir überqueren den Shubenacadie River und staunen über die Menschen, die ohne auf den ersten Blick erkennbaren Grund am Fluss und auf einer Aussichtsplattform stehen.
Das Stichwort, dass uns umkehren lässt, heißt: Tide!

Wir warten also genau wie alle und haben das Vergnügen zusehen zu können, wie der Fluss innerhalb einer halben Stunde um 6-7 Meter ansteigt.

Es ist ein besonderes Erlebnis einen Fluss „aufwärts“ fließen zu sehen.

Auf dieser „Flutwelle“ reiten dann die Zodiacs den Fluß hinauf.

Wir übernachten kurz vor Truro auf dem CG „Scotia Pine“ für 41,40 $, eigentlich zu teuer, dafür aber mit schönen Duschen.

Wenn ihr noch nie eine kanadische Diesellok hupen (oder heißt das tuten?) gehört habt, dann habt ihr was verpasst: Ein unsagbar lauter und langanhaltender Dreiklanghornton vom Feinsten! Allerdings nicht morgens gegen 3:00 Uhr!

Am nächsten Mittag, wir werden immer später, informieren wir uns über das kulturelle und Alltagserbe der Mi´kmaq „First Nations“ im Stammesmuseum von Truro.

Das dieses Haus und seine Dauerausstellung erst Ende des 20. Jahrhunderts eröffnet wurde und heute wohl auch eher „alibihaft“ erscheint, lässt ahnen, dass diese Menschen und ihre Kultur wohl immer noch eher am Rande stehen.

Aber diese Einschätzung stützt sich nicht auf fundiertes Wissen oder persönliche Aussagen, sondern ausschließlich auf die Beobachtung, dass dieses Museum zwar drei oder vier Menschen beschäftigt, diese aber nur für uns, wir waren die einzigen Besucher, die Videoshow laufen lassen.

Unsere dort erstandenen „Traumfänger“ hängen jedenfalls inzwischen über unseren Betten…

Have a good night and lovely dreams!

5 Gedanken zu “Durch Indianerland

  1. Hallo , ihr Beiden ,
    bin vor ca. 2 Stunden nach Ummeln zurück gekommen und freue mich gerade , dass es euch gut
    geht und ihr uns in old Germany teilhaben lasst an euerem Leben in Kanada.
    Danke dafür und weiterhin „Good Luck“
    Liebe Grüße
    Alfred.
    .

    • Lieber Bruder,
      es ist sehr schön, von Dir zu hören. Sind eben gerade (12:00 mittags) auf einem schönen Stellplatz am Yachthafen von Montreal angekommen, werden uns ein bisschen ausruhen und uns morgen früh mit der Fähre (gleich um die Ecke) ins Großstadtgetümmel schmeißen 😅
      Liebe Grüße, auch an Theresa
      Vero und ich

  2. Liebe Vero, lieber Reiner,
    Schönen Gruß aus Herford an Euch zwei!
    Vero, die Ente ist nicht ertrunken. Sie ist aus der Werre wieder aufgetaucht. Unter der Lübbertorbrücke. Wir haben sie gesehen! Echt! Nicht weinen. Es geht ihr gut. Sie hat Fladenbrot bekommen! Vom Türken nebenan. Erst hat sie gemäkelt, aber dann richtig reingehauen!
    Also diese kanadischen Enten!!! Ehrlich!
    Euch weiter ‚Ganz viel Spaß!‘
    Anja und Dietrich

    • Liebe Anja, lieber Diddi,
      na ich hätt`s mir ja denken können, dass ihr die Ente angelockt habt. Aber gut, jetzt lebt sie weiter. Uns geht es richtig gut, sind jetzt für 5 Tage an einem wunderbaren Platz geblieben mit Sicht auf Beluga und Mink Wale! Die bleiben aber hier!!!
      Liebe Grüße Vero

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