NYC 4

Sonntag, den 27. September 2015

Die Wahl unserer heutigen Ziele in Manhattan fällt uns nicht leicht.

Die ganz großen Touri-Ziele, die sicher auch besonders sehenswert sind, haben wir inzwischen durch, nicht in dieser Woche, sondern schon bei unserem ersten gemeinsamen Besuch in New York vor zwei Jahren.

Es interessieren uns, das Ende unseres jetzigen Aufenthaltes in dieser außergewöhnlichen Stadt vor Augen, eher noch die kleinen, mehr oder weniger zufälligerweise auftauchenden, „Guck mal“-Erlebnisse.

Als Erstes, auch weil wir keine Lust auf unser WoMo-Frühstück haben, entscheiden wir uns für, auf jeden Fall,

„Lobster Place“ in Chelsea Market zwischen der 15th und 16th St im ehemaligen und heute angesagten „Meatpacking District“ mit vielen Galerien in verrückter Umgebung.

Das Fleisch der dortigen Hummer ist exzellent, die Atmosphäre einmalig und unser Lieblingssnack ist „Lobsterroll“. Reines Hummerfleisch mit Salat und einer köstlichen Cocktailsausse.

Wir lieben diese Szene, können uns kaum trennen von den unterschiedlichsten Läden und Restaurants, durch die wir mal wieder mit hunderten anderer Menschen aus allen Erdteilen schlendern.

Weil wir wissen, wo es eine ähnliche Stimmung gibt, geht’s „sonntagsspaziergangsmäßig“ durch die Hudson St nach West Village mit herrlichem kleinen Park und Flohmarkt.

Wieder landen wir am Washington Square und auf dem lebendigen Campus der New York University.

Wie kommt denn hier nach Greenwich Village das „Deutsche Haus“ hin?

Leider hat es nicht geöffnet, aber in der Nachbarschaft der Uni finden studentisches und kleinstädtisches Ambiente zueinander und schaffen für uns ein Flair von „positiver Ladung“.

Noch etwas für’s Abendessen einkaufen, in die Subway springen, umsteigen und zum Schluss

nach zwanzig Minuten Fußweg zum RV Park.
Schon erzählen wir uns gegenseitig unsere Eindrücke und legen Sie in die Schublade der schönen Erinnerungen.

Montag, den 28. September 2015

…unser letzter Tag in Manhattan
Es zieht uns: Wir müssen unbedingt die Gedenkstätte des 9/11 besuchen, auch wenn es uns schwer fällt und wir befürchten, dass uns die fürchterlichen Ereignisse von 2001 wieder sehr nahe kommen könnten.


Aber bisher nicht dort gewesen zu sein, ja sogar eine Bogen darum gemacht zu haben, fühlt sich weniger richtig an.
Wir sind nicht allein.

Es sind so viele Menschen dort, die die beiden großen quadratischen Wasserbecken, die den Grundriss der Türme skizzieren, mit dem hineinströmenden Wasserfall und alles in anthrazitfarbigem, poliertem Stein

mit den eingefrästen Namen der nahezu 3000 Opfer gedenkend besuchen, dass wir kaum zur Besinnung kommen.

Wir reißen uns los und lassen uns per Subway nach Williamsburg, „unserem“ Stadtteil in Brooklyn, beamen.

Wir lieben die Umgebung um die Bedford Ave. herum,

flanieren auf ihr und um sie herum eine ganze Weile sehr entspannt

und genießen die Atmosphäre des „guten Lebens“, friedvoll und gleichzeitig berauschend, aber auch sich zuhause fühlend,

die wir auf einer Bank vor einem WIFI bestücktem Café, wo es ausgezeichneten Coffee to go gibt, finden.
Herzliche Telefongespräche nach Hause, um diese Gefühle mitzu/teilen.

Nun steht uns der letzte Akt unserer einwöchigen Bewunderungstour bevor; wir stellen es uns so vor:
Unsere je eigene Weise zur abendlichen Überquerung des East Rivers.
Es ist gerade 7:15 pm.

Die Subway Linie A Richtung Manhattan spuckt uns an der letzten Station in Brooklyn, High St. an die inzwischen völlig dunkle, aber von vielen Menschen benutzte Erdoberfläche. Die Lichter der östlichen Manhattan Skyline inklusive rot leuchtendem Watchtower sind ein Zeichen dafür , dass wir an der Stelle angekommen sind, wo wir uns trennen müssen:
Nicht für immer, aber Vero will die Fähre Richtung Pier 11 nach Manhattan nehmen, muss also Richtung East River, Fähranleger.
Sie fährt, als einzige Passagierin auf der Fähre, in die Dunkelheit des Flusses hinein.

„Ihr Matrose“ hat viel Zeit, sich mit ihr zu unterhalten und sehen konnte sie nicht nur deshalb wenig, weil sie drin sitzen musste.
Am Landesteg bekommt sie ihren ganz persönlichen Abschied und die auf die Rückfahrt wartenden Passagiere am Kai müssen warten, bis sie „ihre“ Fähre verlassen hat.

Ich lasse es mir nicht nehmen, zurück durch den Catman Plaza Park zu laufen, um den Zugang, die Treppe, zur Brooklynbridge zu finden, um diesen unbeschreiblichen Weg zu Fuß über den East River, der Skyline entgegen, genießen zu können.

Die Brücke hängt an, zwischen zwei mit gotisch geformten Pforten versehenen, steinernen Pfeilern über insgesamt mehr als 1800 m Länge.

Der Boden unter mir und die nähere Umgebung liegen fast vollständig im Dunklen, aber die Richtung geben die weihnachtsbaumartige Beleuchtung der Drahtseile und die Skyline von Manhattan vor.

Es ist, als wennste schwebst.

Die Geräuschkulisse besteht aus dem untergründigen Rauschen der in beide Richtungen auf jeweils drei Spuren dahinzischenden Autos und aus dem an- und abschwellenden Klappern der Holzbretter, wenn mich mit hoher Geschwindigkeit ein Fahrrad überholt oder mir entgegenkommt.

Es soll nicht zu Ende gehen! Wie kann ich dieses Erlebnis festhalten? Es geht nicht wirklich…

Ich brauche eine Dreiviertelstunde, was ohne Fotostops in zwanzig Minuten möglich gewesen wäre. Dann noch einmal eine halbe Stunde, um von der Brücke runter, den Seaside-Weg bis zum Treffpunkt am Pier 11 zu schaffen. Dort haben wir uns wieder!

Um zwanzig vor neun pm bringt uns dann die Fähre rüber,

and the full moon over New York lit us the way „home“.

 

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