Alamo City

Sonntag, 24. Januar 2016
Bevor wir’s vergessen, unsere Windschutzscheibe ist wieder heile!

Eine mobile Werkstatt hat sich ihrer für $ 50 angenommen, nachdem uns während der letzten Woche ein Stein von einem überholenden Truck hinein geschleudert wurde.

…und wir haben uns getraut, unser Auto mit einem eindeutigen Symbol unserer Reise zu schmücken.

Haben lange gezögert, aber jetzt mögen wir dieses „Bekenntnis“ sehr und freuen uns schon darauf, die Silhouette des nächsten Staates aufkleben zu dürfen.

Nach kurzen 60 Kilometern kommen wir in San Antonio, das heißt, auf dem Happy Trail RV Park, Gembler Rd., San Antonio, TX an.
Wir können nicht behaupten, dass es sich dabei um einen sehr komfortablen Platz handelt, aber um einen preiswerten, und Downtown San Antonio ist mit dem VIA Bus, Linie 24 gut zu erreichen.

Heute ist nur chillen angesagt. Keine amerikanische Konversation, kein Sightseeing…
(Bonnie und Billie, wenn Ihr das lesen solltet: Kein Zweifel, es war wunderbar bei Euch!)

Denkste!
Das Telefon klingelt. It’s Bonnie! Sie fragt mich, wo wir abgeblieben seien, denn Billy sei auf dem Weg nach San Antonio zum Boule spielen bei Fernando Triana, dem örtlichen Boule-Initiator.
Kurz nachdem ich ihr unsere Adresse gegeben habe, steht auch schon Billy vor unserem WoMo und lädt mich ein.
Das ist kein Garten!
Das ist ein Park mit Swimming Pool, viel Rasen, Riesenterrasse und drei fantastischen Boulebahnen. Ein „Anwesen“, wie es sich für einen in den Staaten wohl ziemlich bekannten Kardiologen gehört. Wow!
Sehr nette Begrüßung und Einladung zu Spiel, Speis und Trank. Es wird ein schönes, aber verdammt knappes Spiel, 12:13, Merde!

Für diese Sonntagsüberraschung fuhr Billy roundabout 40 km mehr! Ich finde es einfach hammermäßig. Damit die Übersetzungsmaschine auch weiß, was ich meine:
Anstatt ‚hammermäßig‘ kann ich auch ’sagenhaft‘ sagen!

Vielen Dank für dieses Erlebnis. Ich weiß es sehr zu schätzen, Billy!

Montag, 25. Januar 2016

Langsam erholen wir uns und sind wieder bereit für neue Eindrücke. Der Bus hält direkt neben der Campground-Einfahrt zwischen 11:30 und 11:50 am. Ab geht er…

Für’s „Aussteigen wollen“ ziehen wir hier an einer Strippe! – Aber immerhin gibt es Free Wifi im Bus…
Und im Übrigen ist es in Downtown auch nicht so busy wie befürchtet. Also eher eine etwas gemächliche Großstadt, die unserer heutigen Aufnahmefähigkeit sehr entgegen kommt.

Die große Einkaufsmall „Rivercenter“ verschlingt uns zwar sofort und nachhaltig, muss wohl so was wie ein „Schaufensterbummelnachholbedürfnis“ sein,

aber sie spuckt uns eine halbe Stunde später inklusive zweier neuer T-Shirts auch ohne Probleme wieder aus.
Den nächsten Eindruck erhalten wir von den sehr netten MitarbeiterInnen im Visitor Center der Stadt,

direkt gegenüber von Fort Alamo.

Das ist wirklich diese berühmte ehemalige Missionsstation für die christliche Indoktrination der damaligen mexikanischen Bevölkerung, die letztendlich auch in der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Texikanern und Mexikanern eine wichtige Rolle spielte.

Nicht umsonst wurde die Missionsstation zu einem Fort umgebaut.

Alles kann natürlich intensiv besichtigt werden, aber für uns muss manches auch nicht. Da reicht es ein wenig oberflächlich.

Diese Visitor Centerleute sind wirklich „Goldwert“. Für sie gibt es kein „geht nicht“. Sie antworten selbstverständlich auch auf Fragen, die wir gar nicht gestellt haben. Sie machen einfach geile Vorschläge!
Dadurch ergeben sich Wege und Ziele in der Stadt, die wir ohne ihre Hilfe nur schwer hätten finden können.

Sie wissen z.B. selbstverständlich, dass wir die Linie 90 mit VIA Bus nordwärts bis zur Main Sreet nehmen müssen, um den nächsten Quiltshop ohne langen Fußweg zu erreichen.
Wo wir hin und zurück einsteigen und aussteigen können.

Und sie empfehlen natürlich wärmstens das Highlight dieser Stadt, den River Walk:

So bringt man hier die Menschen ans Flußufer!

Über Kilometer flanieren wir direkt am Wasser mit seinen vielen Restaurants und Kneipen entlang, genießen die klare, sonnige, vom Wasser gekühlte Luft und die herrlichen Pflanzen, die das Ufer lebendig, ja teilweise dschungelähnlich begrünen.

Auch auf dem Wasser ist richtig was los:

Gemütliche Aussichtsboote und Wassertaxis bringen die Menschen unkompliziert zu ihren Zielen und wir finden in dieser Atmosphäre Zeit, uns zu fragen, ob wir es wagen sollen, in zwei Wochen noch einmal hierher zurück zu kehren, denn ab dem 11. Februar findet das riesige Rodeo-Event 2016 im AT&T Center statt!

Blöde! Geht doch nicht, denn die Wettervorhersage der nächsten Woche bestimmt unseren nächsten Zielort.

Sie lassen uns schon jetzt frösteln: tagsüber zwar warm, aber nachts bis zu -10° C, wollen wir nicht!

Wir bleiben noch drei wunderbar warme Tage und angenehm temperierte Nächte, noch einmal San Antonio mit eher touristischem, angeblich mexikanischem Markttreiben

und ein wenig anspruchsvoller, Kunstgewerbe und Galerien im Stadtteil La Villita.

Britta’s Geburtstagskarte landet an der roten Ampel direkt „bei der Post“,

dann machen wir hier die Biege und wollen uns 300 km weiter südlich kurz vor der mexikanischen Grenze einmieten.

Wir haben einfach, auch aus wettertaktischen Gründen, „Bock“ drauf!

Le deseamos un buen fin de semana!

2 Gedanken zu “Alamo City

  1. Oh Leute, Ihr Lieben,
    Ihr macht es wirklich richtig. Der Bericht aus New Braunfels ist echt faszinierend!
    Weiter so mit Eurer kommunikativen Art. Zufall ist das ja nicht, dass ihr stets nette Leute kennenlernt……………

    Lieben Gruß

    Anja und Dietrich

    • Danke, danke…
      und dieses Leben mit all diesen Begegnungen macht auch noch richtig Spaß.
      Vielleicht ist das das (offene) Geheimnis 😉
      Oder um es so zu sagen:
      „Remember, the world is full of nice people! So if you can’t find one…..be one!“
      Liebe Grüße
      Reiner

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