Belle of the Bay

Dienstag, 27. bis Donnerstag, 29. März 2016

Mit dem SAM Trans, bei uns zuhause würden wir sagen, Regional-Bus, fahren wir die steilen Küstenberge mit ihren an die Hügel angeklebten Holzhäuser, auf der Suche nach zusteigenden Mitreisenden immer wieder anhaltend, für die nächste halbe Stunde ab. Das automatische Getriebe des Busses und seine Bremsen geben Alles…

Die Hügel von San Francisco und Umgebung sind schon während der Fahrt sehr gut zu erkennen.
Und Hügel heißt hier, höherstehende wellenförmig wie aneinander geklebte Häuser, eben den Hügeln angepasst . Und das massenweise, ein Haus am nächsten, soweit das Auge reicht.

Die Grundstücke sind wohl eher als Handtücher zu bezeichnen. Und wenn Rasenflächen, dann meistens kleiner als die immer zum Haus gehörende Autogarage.

Dann ist Endstation an der „BART (Bay Area Rapid Transit) Station“ in Daly City. Von hier geht die U-Bahn Richtung Downtown. Wir fahren 6 Stationen Market-, Ecke Powell St.
Nach 91-OWL dürfen wir nicht fahren, wollen ja noch nicht nach Ostwestfalen-Lippe…

Inzwischen sind wir gewiefte amerikanische ÖPNV-User, haben satt Quarters dabei, weil es hier nirgendwo in Bussen oder Bahnen Wechselgeld zurück gibt und schaffen die Fahrt in die Stadt ohne Probleme mit Ticketkauf beim Busfahrer und am Automaten das Roundtrip-Ticket für den Zug.

Das sind die von Vero recherchierten wirklich optimalen Voraussetzungen, die es uns möglich machen, jetzt ganz relaxed ins Städtchen zu fahren.
Die Rolltreppen bringen uns empor…

Wenn es auch nur 22° warm ist, so meint es der Himmel, ganz in zunehmendem Blau doch gut als wir an der Powell St aus der Erde kommen.

Und… haben die Warteschlange mit ungefähr 80-100 Leuten für das hier abfahrende Gerät direkt vor der Nase stehen. Nee, die Zeit ist uns zu schade.

Das kriegen wir besser hin.

In solchen Momenten hat meine Liebste einfach den totalen Überblick, ist in ihrem Element.

Strebt, dem auf halber Etage in die Erde hinunter liegenden Visitorcenter zu und mit Stadtplan und genauer Tagesroute ausgestattet, zeigt sie mir ihre Vision einer Stadtführung auf eigene Faust zur „Entdeckung“ San Franciscos.

Dabei spielen die öffentlichen Verkehrsmittel für heute keine Rolle, obwohl es jede Menge davon gibt: Straßenbahn, U-Bahn, Bus, O-Bus und Cable Car.

Heute ist Eroberung zu Fuß angesagt.
Diese Market St ist tatsächlich ideal für einen ersten „Schnupperkurs für Anfänger“.

Es macht totalen Spaß, dazu zu gehören: Menschen aller denkbarer Sorten, sowohl haut- und haarfarblich als auch outfitmäßig sind mehr oder weniger schnell unterwegs.

…wir spüren schon nach wenigen Metern: Diese Stadt ist gerade richtig für unseren Wunsch nach herrlichem californischen Frühling.
Wir schlendern und staunen, versuchen Vergleiche mit anderen amerikanischen Städten und geben es auf. Diese Stadt ist mit keiner anderen zu vergleichen!

Irgendwann geht es nach links in die Kearny, genau, die Bezeichnung „St“ für Street, läßt der erfahrene Traveller natürlich weg…

Wir schlendern den Berg hoch, Richtung China Town, vorher mit einer für mich dringend erforderlichen Unterbrechung wegen Kaffeebedarfes im „Capital One 360“, Ecke Post

Ein außergewöhnliches Café mit Konferenzräumen und Gruppenarbeitsecken für „Open Space“ Veranstaltungen von Teams „Werktätiger“, natürlich mit Wifi ohne Ende.

Es werden immer mehr Menschen, ein untrügliches Zeichen für die knallbunte Welt, die uns jetzt erwartet. Nichts ist mehr bekannt…

jetzt wird’s einfach anders und wir sind die Ausländer…

guck mal, ein T2… endlich etwas Bekanntes,

Ein riesiges Wohn- und Kaufviertel der großen Gemeinde chinesischer Amerikaner. Integration auf amerikanisch… Fast wie beim alten Fritz: „Jeder soll nach seiner Facon selig werden…“ und nicht ganz so bekannt, sinngemäß der Nachsatz, der schon bei ihm dazu gehörte und wohl auch hier gilt: „wenn er denn seine Steuern zahlt.“
Richtung Financial District, in diese coole Gegend, biegen wir rechts ab und erhaschen den ersten Blick auf die Bay mit gleichnamiger Brücke.

Viele Häuser hier haben die Faszination der Einzigartigkeit. Sie begleitet uns in die Welt der Hafenlandschaft mit den Piers,

hier dem Pier One, dem ersten von über 50 und dem nur von außen ehernen, aber innen quicklebendigen Ferry Building,

das viele „Oralversorgungsbetriebe“, vom Café bis zum Seafoodrestaurant birgt, die die Menschen wie magisch anziehen und sie sich schlangenförmig anstehen lassen…

…die Bay mit dem Ferry Terminal, von wo die Fähren regelmäßig zu allen möglichen Orten auf der anderen Seite abgehen und der gleichfalls riesigen Schwester der Golden Gate Bridge, der Bay Bridge, auf der die Autos auf zwei Ebenen einbahnstraßenmäßig hin- und herfahren: Oben in die Stadt und unten raus.

Uns gefällt, dass Mohandas Ghandi, dessen Statue auf der Ferry Plaza steht, in dieser Stadt gerade richtig platziert ist, an Gewaltlosigkeit und Gleichberechtigung erinnernd.

Wir können nicht von der Seaside lassen, zumal sie über Kilometer weit die Bayfront mit den vielen Piers ausmacht und einfach zum Spazierengehen einmalig ist.

Wir schaffen es heute mal gerade bis Pier 15/17 und sind jetzt, ich schätze mal, 5-6 Stunden unterwegs. Es reicht mit dem „Stadttrecking“!
Wir müssen ja auch noch den ganzen Weg bis zur Powell, bzw. BART-Station zurück… Von dort aus wieder in den Bus…

Die restlichen „Unterwegsbegegnungen“ bekommen nur noch unsere Augen mit, die den Händen das Kommando geben, die Kamera „draufzuhalten“. Das Gehirn liegt schon fast im Bett…

Das werden wir wohl nicht!

So gegen 7 pm stehen wir ziemlich platt vor unserem WOMO, eingerahmt von zwei „Überführern“. Das meint, sie fahren neue Wohnmobile im Auftrag von Ost nach West…
Zwei Ami-Motorhomes der Fa. Road Bear haben uns eingerahmt und deren aus den Niederlanden und Deutschland kommende Besatzungen „schnacken grad über Ihre Er“fahrungen“.
Chicago-Los Angeles ist ihre Überführungsroute, und wie sie mir erzählen, für minimale Mietkosten in Höhe von $ 1 pro Tag, natürlich Sprit bezahlen und 3000 Meilen frei.

Wir haben mal wieder Glück: Einer schenkt uns sein restliches Firewood, gleich 2 Bundle, zusätzlich zu dem und der Holztasche aus Capitola …jetzt sind wir Holztransporter.
Und der Andere schenkt uns seine noch ungenutzte 1-Tageskarte für Bus, Bahn und Metro…

Zum Schluss,

…everything else as always!

 

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