Auf der anderen Seite

Donnerstag, 24. März 2016

Pinnacles National Park hat noch mehr zu bieten:

Wir gehen wandern!
Die Trails der Umgebung laden uns am Morgen bei herrlichem Wetter zur Wanderung ein und wie schön,

es gibt zu den Startpunkten der Wege einen kostenlosen Shufflebus, der alle zwanzig Minuten direkt vom Office aus losfährt und uns auch wieder zurück bringen wird.

Der Bear Gulch Cave Trail ist unsere Strecke.

Sie ist anforderungsmäßig für uns gut zu bewältigen und beinhaltet, wie der Name schon sagt, ein Höhlensystem, das uns neugierig macht.

So langsam kommt Spannung auf:

Hmm, der Eingang zur Höhle ist äußerst schmal geschnitten,

danach herrscht totale Finsternis, gepaart mit dem in der Dunkelheit besonders lauten Rauschen des parallel im Inneren der Höhle fließenden Baches…

Die haben nicht eine einzige Lampe hier aufgehängt. Es ist wirklich gut, dass wir beide unsere Handys mit LED-Licht dabei haben. Das hilft.
Hier können unsere Augen mal wieder einen kleinen Moment funktionieren.

Stählerne und steinerne Treppen wechseln sich mit Gegenverkehr in engen Passagen und nicht genau zu ortendem Rauschen des irgendwo unsichtbar neben uns dahin rasenden Baches ab. Für uns geht es immer weiter bergauf.
In unangenehme Dunkelheit…

Vero stratzt vor mir und wird immer schneller. HeeeH!!!

Zwischendurch kommen mir wieder Leute entgegen, die ich erst mal vorbeilassen muss und
…plötzlich bin ich ganz allein. Die Höhle öffnet sich vor mir, kann im Lichtschein der LED erkennen, dass sich der Weg gabelt, rechts ist alles dicht, geht nicht weiter, also links halten, über eine eiserne Brücke.
Komme so nicht durch, zu eng…

Rucksack absetzen, durchklemmen, geht so grade, dann plötzliches Tageslicht, eine Weggabelung… Wo ist sie?
Tief durchatmen…
Wandere allein weiter. Sie wird schon kommen oder?
Nach einer weiteren unendlich langen Viertelstunde stehe ich allein am Ausgangspunkt unserer Wanderung, also dort, wo der Rundweg begann und warte gemeinsam mit einer Familie mit Kleinkind auf sie.

Bis der Mann sich entschließt, dass bei Ihnen verloren gegangene 5-jährige Kind, das mit Freunden durch die Höhle gestiegen ist und jetzt nicht mehr bei Ihnen ist, zu suchen und ich ihn bitte, wenn er Vero sehe, sie darüber zu informieren, wo sie mich finden kann…

Ein doofes Gefühl der Unsicherheit, weil ich weiß, dass sie sich in dieser Höhle nicht wirklich wohl gefühlt hat. Was tun? Bevor ich den „Ernstfall“ zu Ende plane, sehe ich sie vergnügt auf mich zukommen: es gab einen zweiten Ausgang.
Um genau zu spüren, wie schön es ist, uns wiederzusehen, brauchte es nach unseren Monaten des engen Zusammenseins, nur unterbrochen durch einige geplante „Alleingänge“, dieses unfreiwillige Erlebnis.

So können wir den Abend wieder gemeinsam verbringen…

Karfreitag, 25. März 2016

See you, Pinnacles NP…

Schon nach wenigen Metern unserer Weiterfahrt müssen wir einfach anhalten…

Es geht Richtung Norden, auf dem Airline Hwy 25 über San Benito und Hollister.
Diese Landschaft ist unbeschreiblich…

…und landen im „hohen“ Bogen, auf die Stadt Salinas zufahrend, kurz dahinter, auf dem Laguna Seca Recreation Resort RV Park.

Ostersamstag, 26. März 2016

Haben uns entschlossen, noch eine weitere Nacht in der Nähe der Mazda Rennstrecke zu verbringen.

Hier haben wir nach unserer Einschätzung die beste Voraussetzung für einen Ausflugstag am Tag vor Ostern nach Monterey und Carmel By the Sea an der Pacificküste.
Die 15 km nach Monterey sind schnell geschafft…

Für uns das Allergrößte ist der Pazifische Ozean, dem wir hier zum allerersten Mal gegenüber stehen und das gleich in Form einer quirligen Freizeit-Hafenstadt Monterey mit „Old Fisherman’s Wharf“,

das heißt, einem Pier oder besser einer Touristengeldvernichtungsanlage, vollgestopft mit Restaurants, Snack- und Giftshops , die weit in den Pazific hineinragt, um alle „Köstlichkeiten“ auch wirklich draußen auf dem Wasser anbieten zu können.

Wir haben’s geschafft!
Sind jetzt wirklich auf der anderen Seite des riesigen Kontinents angekommen. Was für ein Gefühl…

Wir schauen uns um:
Die kurzen 3 km des Trails, der uns direkt am Wasser entlang zeigt, was die Küste hier zu bieten hat, laufen wir voller Vergnügen. Sehr abwechslungsreich, dieses herrlich nach Urlaub und viel freier Zeit aussehende Ufer mit knallblauem Meer davor…

Wir begegnen Tauchern mit mobilen Tauchbasen, Strandbesuchern, Kanuten,

Whalewatchern, Glassbottomboatgästen und Seelöwen gleichzeitig.

Wir schlendern weiter durch californisches Mittelmeerflair…

und lassen uns dann gern vom kostenlosen Trolleybus wieder zurück zum Parkplatz bringen.

Yep, Monterey ist eine angenehm offene Stadt, die Besucherinnen und Besucher gern aufnimmt und ihnen zeigt, wie abwechslungsreich der Aufenthalt hier sein kann.

Weil wir aber noch in den nächsten Küstenort, Carmel By the Sea, wollen, weitere 12 km gen Süden an der Küste gelegen, sind wir nach drei Stunden wieder auf dem Hwy 1, der mich ein wenig an die Zufahrtsstraße nach St. Tropez an der Côte d’Azur erinnert.

Quälend langsam, eigentlich zum ersten Mal während unserer gesamten Reise, schlängeln wir uns, unmerklich endlich angekommen, in den quadratisch angelegten, mit in versteckten Gärten liegenden, wundervollen Häusern aufgefüllten Stadtkern. Das Ganze nicht größer als vielleicht zwei bis drei Quadratkilometer.

Hier finden wir keine riesigen Parkplätze, sondern am Straßenrand zu Tausenden abgestellte Autos.
Wie gut, dass wir mit einer normalen Parklücke auskommen. Es dauert dementsprechend „nur“ eine Viertelstunde, einen eigentlich verbotenen U-Turn auf einer belebten Kreuzung, eine den gesamten Parkplatzsuchverkehr aufhaltendes Einparkmanöver und schon stehen wir mitten in der Stadt für 2 Stunden kostenlos!

Wir schlendern, begleitet von den unterschiedlichst üppig blühenden Pflanzen und den bekannten Düften der südeuropäischen Kräuter und Bäumen: Thymian, Lavendel, Rosmarin und wie heißen diese schnellwüchsigen pappelähnlichen Bäume, ach ja, Eukalyptus! Riesig groß!

In der dem Wasser abgewandten Hälfte des Städtchens bieten sich hochpreisige Restaurants mit Speisen „all over the world“, Galerien, Marken-Boutiquen und Cafés en masse an, zum Beach hin versteckt sich der andere Teile der privat genutzten Häuser, Villen und europäische Baustile nachahmenden Bauten, hinter hohen Hecken oder Mauern, je näher dem Strand umso luxuriöser…

Die Normandie und Provence, Irland, und Schottland lassen grüßen.

Aber Alles drängt (ohne Kurtaxe) zum Wasser und das nicht ohne Grund:

Der plötzlich auftauchende Ausblick von der Spitze der hundert Meter hohen Düne in die kilometerlange Sandbucht und auf den riesigen Ozean ist atemberaubend.

Natürlich sind wir hier nicht allein,

Fotoshooting mit jungen Damen, Surfer, Strandlieger, Wanderer, Schaulustige, in Decken gehüllte Ruhesuchende, Kinder beim Sandburgenbauen, beim Strandgleiten, alles ist hier zu Hunderten zu finden.

Der Strand ist wirklich groß genug für Alle! Keine in Reihen aufgestellten Parapluies und Liegen

Einfach lebendig und zauberhaft in aquarelliert dahingehauchte Farben gehüllt.

…and in a few days the story goes on!

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