Lobster, Boule and friends – good bye USA

Samstag, 16.07.2016

Judy und Ed sind gegen 1:00pm da!
Wir können sie mittels telefonischer Anleitung zu unserem Campground lotsen und freuen uns sehr, sie nach einer langen Fahrt von New Jersey, über New York State, Massachusetts und einer Übernachtung bei Freunden in New Hampshire heute mittag bei uns in Maine zu begrüßen.
Nach einem kleinen Lunch, sie haben frische Erdbeeren mitgebracht und Vero eine Spinatquiche gemacht, Baguette, frische Kirschen, Weintrauben, italienische Salami, französischen Käse, Dip und Taccos auf den Tisch gestellt, müssen wir natürlich unseren Turnierplatz kennenlernen.

Die Beiden sind auch noch nach einem halben Jahr nachdem wir sie im November 2015 in Florida zum letzten Mal gesehen haben, genauso liebenswert wie wir sie in Erinnerung haben.

Sie haben ein Zimmer im Farmhouse Inn am Rande von Blue Hill reserviert. Wir begleiten sie dorthin, wissen sie dort gut untergebracht.

Es ist doch klar, dass wir anschließend unseren morgigen Turnier-Court besichtigen und dort ein bisschen unbeschwerte Praxis haben wollen.

…der Boulecourt am Boatyard-Grill in Blue Hill ist heute genauso tricky zu bespielen, wie ich ihn gestern zum ersten mal kennen gelernt habe. Ed hat seine fluchende Freude an ihm, so dass wir es nach einem kurzen Einspielen doch vorziehen, lieber Lobster Roll im Boat Yard Grill zu probieren und unser Bedürfnis nach „wir haben viel zu erzählen“ bei einem guten Bier stillen.

Sieht das nun schön aus oder schön aus…?

Sonntag, 17.07.2016

Ein besonderer Tag! Ich habe nicht wirklich damit gerechnet, dass es während unserer Zeit in USA zu solch einer Begegnung persönlicher Zuneigung kommen würde. Wir sind sehr glückliche Menschen, denen es an nichts fehlt!

Es ist selbstverständlich, dass ich es übernehme , uns um 9:30am für das Turnier einzuschreiben und das Startgeld in Höhe von $ 20 pro Team zu bezahlen. Noch regnet es nicht, noch nicht!

Aber jetzt, schon vor dem ersten Spiel wird der Platz weich und langsam, auch wir völlig durchnässt. Der guten Laune tut das keinen Abbruch, BoulespielerInnen sind wetterresistent! Wir werden herzlich begrüßt, die Regeln bleiben wie überall auf der Welt (für’s Schweizer System) die gleichen, müssen aber vor Turnierbeginn noch einmal Allen erklärt werden.

Nach kurzer Absprache über die Teampositionen übernimmt Ed die Rolle des Pointers und ich des Tireurs. Jedes Turnier ist immer wieder eine besondere Herausforderung unter anderem ob seiner Ernsthaftigkeit, die sich im seriösen Verhalten der Spieler während der „Aufnahmen“ äußert:
Die gegnerische Mannschaft darf während des Spiels nicht gestört werden, die Abstände zum Abwurf und zu den gelegten Kugeln im Zielbereich müssen eingehalten werden und „wer sich wann bewegen darf“, muss ebenfalls berücksichtigt werden.
Unklarheiten im gemeinsamen Spiel können Ed und ich hervorragend besprechen. Wir sind auch hier natürlich nicht die besten Spieler, aber es ist einfach nur funny! Unsere Erwartungen an dieses Turnier passen unabhängig von den Spielergebnissen, die wir erzielen, sehr gut zusammen. Wir lieben Petanque und spielen sehr gern zusammen!
Ab 11:30am zeigt sich die Sonne und es bleibt den ganzen Tag so, wie wir es uns gewünscht haben: Trocken, besser zu bespielender Untergrund und warm. Richtig schönes Draußenwetter…

Unser erstes Spiel müssen wir „natürlich“ mal wieder (wie in Florida) gegen eine der späteren Finalmannschaften (Max und Marc) spielen. Wie auch sonst! Aber das ist eine gute Einstimmung und lässt uns auf dem Boden bleiben!

Dafür sehen wir jetzt wie wir finden, nachdem wir frische, trockene Sachen angezogen haben, besonders gut aus.

Die ersten vier Matches gehen mit 1:3 richtig in die Hose, aber „von hinten kackt die Ente“!

Wir schaffen es, in der Consulante (Trostrunde oder B-Turnier) alle drei weiteren Spiele zu gewinnen und gehen als Erster der Consulante mit $ 40 Preisgeld vom Platz!
Mein erstes Preisgeld!

Es steht fest, wenn alles gut geht, fliege ich im November 2017  zu den All America Petanque Open nach Florentina Beach, Amelia Island, Florida, USA. Preisgelder sind was Schönes!
Quatsch! Ich will auf jeden Fall Ed wiedersehen und mit ihm zusammen ein paar herrlich entspannte Tage verbringen…

Wir fahren nach Turnierende zum Dinner auf unseren Campground „Forest Ridge“ in Elsworth, Maine. Vero lässt es sich nicht nehmen, unsere amerikanischen Gäste mit ihrem einzigartigen Kartoffelsalat, Chickenbreast-Schnitzel und Tsatzaki zu bewirten. Unser Wiedersehen geht bei gut gekühltem Bier und Wein bei angenehmen Temperaturen und einem Campfire bis spät in die Nacht hinein zu Ende.
Morgen fahren Judy und Ed wieder zurück nach New Jersey.
Wir werden uns wiedersehen!
In Prag? In Frankreich? Weniger wahrscheinlich in Equador… wo sie nach drei Monaten Florida im Februar 2017 hingehen werden…

Mo, 18.07.2016

Fast wären wir einfach losgefahren!

…und hätten völlig übersehen, dass auf der Motorhaube direkt am unteren Rand der Windschutzscheibe ein gewaschenes T-Shirt mit einem Zettel liegt! Vero’s Ruf: „Stop!“ macht mich darauf aufmerksam und lässt mich anhalten.
Unsere direkten Nachbarn auf Forest Ridge, Marsha und Fred, die gestern schon wieder nach Hause gefahren sind, haben sich vollkommen unverhofft und ohne dass ich eine Möglichkeit gehabt hätte, mich bei ihnen zu bedanken, in unvergesslicher Art und Weise verabschiedet:

Ich bekomme dieses T-Shirt geschenkt, nachdem ich in den vergangenen Tagen so en passant Fred während des üblichen kleinen (kennenlern-) smalltalks nebenbei gefragt habe, woher er dieses schöne T-Shirt habe und er mir etwas verlegen antwortete, das habe ihm Marsha, seine Frau gekauft, aber er wisse nicht wo. „Marsha, where did you buy my t-shirt?“. „At Sears“!

Mal wieder völlig sprachlos ob einer solchen Geste, organisieren wir unsere Abfahrt neu, nicht ohne im Office die E-mail Adresse von Marsha und Fred zu erfragen und uns auf diesem Weg bei Ihnen herzlich zu bedanken.
Bevor das aber passieren kann, erreicht uns noch ein Anruf von J.J., einer Mitspielerin beim Petanque-Turnier, die mir meine auf dem Turnierplatz vergessene Regenjacke dort hinterlegt und die wir gleich abholen werden.

Der Fahrtag steht nicht überraschend unter dem Eindruck des aufregenden Wochenendes mit dem unerwarteten Wiedersehen von Judy und Ed, mit dem Petanque-Turnier und all dem unverhofft Passiertem.

Bevor wir es richtig geschnallt haben, was uns mal wieder alles begegnet ist, geht unser Abenteuer schon weiter, der nächste Übernachtungsplatz im La Moine State Park will entdeckt werden und wird uns mit seiner prachtvollen, Blütenfülle am Wiesenrand und seinem bei Ebbe freiliegendem wattähnlichen Felsengrund faszinieren.

Dienstag, 19.07.2016

Wir sind unterwegs zum nördlichsten National Park Acadia NP und der direkt in seiner Nähe liegenden sommerlich betörenden Stadt Bar Harbor am Atlantik.

Den ganzen Tag über schlendern wir durch diese Perle eines die BesucherInnen willkommen heißenden Städtchens. Selbstverständlich gibt es einen besonderen Parkplatz für RV’s, von dem aus wir nur 10 Fußminuten entfernt den kostenlosen Shuttlebus über die Loop-road des Acadia NP nutzen und uns für zwei Stunden durch den faszinierenden Nationalpark schaukeln lassen. Ehrlich, wir hätten viel mehr Zeit dafür einrechnen müssen, an der einen oder anderen Haltestelle aussteigen und die Gegend zu Fuß erkunden müssen. So war es eher ein oberflächliches „Schlange-stop and go“-stehen/fahren.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Wir sind schon sehr aufgeregt, nach 120 Kilometern die Grenze vor uns zu haben. Das heißt, wir haben beim Übertritt mit den US-Grenzern nichts zu tun, sondern nur mit den Canadiern!
Vero ist bestens vorbereitet und weiß, dass uns die canadische Bordercontroll das US-Visum aus unserem Pass nehmen wird und uns hoffentlich den Stempel für sechs Monate Canada gibt!

Nichts von dem passiert: Ein kurzer Plausch am Grenzhäuschen, „no fresh food, no weapons, no drugs?“ und wir werden völlig entspannt einfach durchgewunken…
Was war das denn? Es interessiert niemanden, ob wir heute den letzten Tag unserer zwölf Monate USA haben, hätten genauso gut auch nächsten Monat ausreisen können und ob wir heute, gestern oder nächstes Jahr nach Canada eingereist sind, es ist nirgendwo dokumentiert worden!

So geht das nicht!

…to be continued!

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