Unsere Zeit am Strom…

Donnerstag, 04. – Dienstag, 09. August 2016

Wir bleiben drei Wochen! Für uns auf dieser Reise eine ungewöhnlich lange Zeit an einem Ort!
Nicht grundlos: Die Umgebung und die Menschen verwöhnen uns mit einzigartigen Eindrücken und Emotionen…

Schon die morgendlichen „Feuchtigkeitsanfälle“ der Luft sind der Hammer: Die lautlos und schemenhaft direkt über das Wasser dahinstreichenden Wolken bilden eine verwunschene, märchenhafte, uns beim Draußen-Morgenkaffee sofort verzaubernde Kulisse.
Real tragen sie dazu bei, dass die Temperaturen bei tagsüber knapp 30° und nachts bei 20° immer noch gut verträglich bleiben.

Die Pflanzen hier direkt am Wasser sind nicht wirklich besonders aufregend zu nennen, aber sie passen auf eine besondere Art genau hierher, als wenn sie es wüssten…

Unser „Alltag“ ist herrlich einfach:
Wir machen das, was uns Spaß macht. Unsere Köpfe leeren sich dabei.
Unter anderem von all den Geschichten der Vergangenheit, die, ob wir wollen oder nicht, einerseits zu unserem Leben dazu gehören, aber andererseits irgendwann auch einmal abgehakt sein können.
Vero liebt ihre neue Kreativität, das Quilten…

„Who is winning?“ werde ich normalerweise gefragt, wenn ich mit sechs Boulekugeln (zweimal drei zu unterscheidende) allein auf dem Weg gegen mich selbst antrete und je nachdem, wie ich drauf bin, antworte: „In any case me!“ oder „I don’t know still waiting for whom is better!“
Es ist Wochenende, der Campground fast voll belegt, heute sind gleich zwei Kumpel mit mir auf dem Platz. Der Rest grillt und relaxt…

Unsere neueste Bekanntschaft: Chicken in beer!
Dafür wird das ganze Hähnchen auf einem Leichtmetallgestell über eine volle Dose Bier gestülpt, auf den mit einem Deckel versehenen Grill gestellt und so lange gebraten, bis das Bier alle ist…
Es schmeckt fantastisch! Wir können es beurteilen, weil unser Dinner heute abend durch ein solches geschenktes Hähnchen bereichert wird.

Dadurch können unsere „Einfach-Hähnchenspieße“ für heute noch einmal in den Kühlschrank zurückwandern.
Der eigentlich dazugehörende Salat mit Ranch- und Honey Mustered-Dressing schmeckt uns auch mit Hähnchen und Reis hervorragend.

Sylvia und Bernard haben eindeutig die Site Nr. one auf dem Campground, was meint, die schönste Stelle direkt am Strom, ohne dass Sie von anderen Menschen überhaupt gesehen werden können. Sie leben jedes Jahr für vier Monate in ihrem Trailer hier direkt am Beach.

Wenn sie alle paar Tage zum Einkaufen fahren, nehmen sie uns mit, so dass wir unser WoMo stehen lassen können. Gleichzeitig bekommen wir mit Bernard’s französischsprachigen Unterstützung auch noch den Bacon „von hinter der Theke“ frisch geschnitten und zwar auch noch den, der den geringsten Salzgehalt hat!!!

Und natürlich verbringen wir auch den einen oder anderen Abend gemeinsam bei spanischem Brandy aus unserer „Haus“Apotheke oder bei selbsthergestelltem Wein, wahlweise weiß oder rot aus Bernard’s „moonshine“-Werkstatt. Schmeckt köstlich!

„Come on – we’re going fishing tonight!“
– Der Truck kommt schon am Nachmittag in den Hafen an die Stelle, wo Bernard und ich heute abend Angeln gehen, um unseren Platz zu sichern (weil abends ist hier fishing-disco). Sylvia bringt uns gegen 9:00pm dort hin , wo wir Stühle, Angeln, Würmer and other stuff auspacken und uns zum nächtlichen Angeln bereit machen…

Sie beißen erst, es ist unglaublich, wenn die letzte Fähre den Hafen verlassen hat und vor allem, wenn das Flutlicht in der absoluten Dunkelheit das Becken bestrahlt.

Sie, diese kleinen sardinenähnlichen Fische hängen anschließend zwei Stunden lang in ungezählten Mengen an unseren Haken, wovon jeweils sechs übereinander an der Schnur befestigt sind. Mindestens zwei davon, egal ob mit Wurmköder oder ohne erregen die Aufmerksamkeit dieser blöden Fische offensichtlich so sehr, dass sie gar nicht anders können als,  zu unserem Vorteil, daran ihr Leben zu hängen…

Wir bekommen unseren Anteil am nächsten Tag  fertig ausgenommen, wir müssen sie nur noch braten, und sie schmecken vorzüglich zu Vero’s Kartoffelsalat.

Mittwoch, 10. – Mittwoch, 17.August 2016

…nun gut, kommen wir mal wieder runter von unserer Begeisterungsorgie über diese herrliche Zeit.

Wir können aber auch nichts dazu und es macht einfach Spaß, wenn uns diese Köstlichkeiten, wie zum Beispiel diese frische Blaubeerpie einfach so in den Mund fliegt…

Jetzt wird mal wieder geschuftet…
es ist ja nicht damit getan, einfach nur das Holz ranzukarren, es muss ja auch noch „perfekt-deutsch“, mit Zeitungspapier unterfüttert, so gestapelt werden, dass es mit größtmöglicher Effektivität seine Energie entfalten kann. Nach einem Jahr „Üben“ muss das schönste campfire des Platzes ja wohl jetzt drin sein… *lol*

Video:

Inzwischen sind wir mitten drin in dieser Quebecois-Familie und wir werden wieder beschenkt mit einer Dose bestem canadischen Ahornsirup und genial schmeckender Ahornsirupbutter.

Noch ein Spruch zum Schluss:
Wenn’s am Schönsten ist, soll man gehen. Gesagt – getan! We did it!

Bye fellows – what a great time. See us – whenever…

 

Ein Gedanke zu “Unsere Zeit am Strom…

  1. Vielen dank für die tollen Informationen. Ich als Frau Angel auch ziemlich gern nur leider konnte ich bis jetzt noch keinen großen Fisch fangen. Tolle Bilder, sieht nach eine jede menge Spaß aus.
    Gruß Anna

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