Bonjour Quebec!

Donnerstag, den 20. Juni 2015

Aufregend, unsere erste kanadische Großstadt mit Wohnmobil und dann gleich über eine solche Brücke…

Vero hat den Stadtbesuch von Quebec-City sehr gut vorbereitet:
Nachdem wir uns eingerichtet haben, können wir am nächsten Morgen mit dem Bus der Linie 2, der alle Viertelstunde fährt, direkt vorm Campground „Le Relache“ Richtung Levis, der Stadt, die Quebec-City genau gegenüber, also auf der östlichen Seite des St. Lorenz Stromes liegt, los fahren. Damit wir wissen, bis wohin wir wieder zurück müssen, schnell noch ein Foto mit der Haltestellen-Nummer.

Mittlerweile wundern wir uns nicht mehr darüber, dass es auch im Bus eine WLAN-Verbindung gibt!

Die 35 minütige Fahrt kostet pro Person 3 Can $. Es war gut, das Geld passend zu haben, denn die Fahrer geben grundsätzlich kein Wechselgeld heraus. Ja, sie können es noch nicht einmal, denn sie kommen damit gar nicht mehr in Berührung. Es fällt automatisch in eine diebstahlsichere Kasette.

Alle halbe Stunde verkehrt dann die Fähre über den an dieser Stelle einen Kilometer breiten „Lorenz“.

Sie bringt uns direkt ans Ufer der alten Unterstadt von Quebec.

Aber schon, noch gar nicht abgelegt, fällt uns als erstes, unübersehbar, dieses Alles überragende Wahnsinnsgebäude, das „Château Frontenac“ ein feudales Hotel, 1893 für die Canadien Pacific Railway erbaut und wie ein völlig überdimensioniertes Märchenschloss auftrumpfend, auf!

Die Augen können sich kaum davon trennen und deshalb geht es ganz schnell:

Wir landen unvermittelt in dieser beeindruckenden Unterstadt, die diesem „Schloss“ sozusagen direkt zu Füßen liegt, und der gemeinsam mit der alten Oberstadt völlig zu Recht die Anerkennung als Weltkulturerbe der UNESCO zuteil geworden ist.

Hier wimmelt es bei strahlendem Sonnenschein vor Menschen, Geschäften, Kirchen, Cafés, Restaurants.

Die sich steil den Berg hochschlängelnden Straßen müssen den gesamten Verkehr inklusive schwerer LKW ertragen.

Andere Blickwinkel: Die einzigartigen, wunderschönen Häuser müssen sich die Plätze mit angemalten Hausfassaden und den, eine fast authentische Atmosphäre schaffenden, Straßenmusikern, teilen.

Sie haben sich ihre Arbeitsplätze über den ganzen Stadtteil aufgeteilt.

Das Schöne ist, dass die Qualität ihres Spiels keinen Ärger übers „Geldschneiden“ hinterlässt, sondern die Bilder der Jahrhunderte, die die Stadt spiegelt, verstärken.

Und als wir dann über die Governeurs-Promenade flanierend, auch noch einen fast unaufhörlichen Blick über den St. Lorenz Strom geboten bekommen, wird unsere Bereitschaft, auch noch die Oberstadt zu erklimmen schon arg gedämpft.

Doch was hilft es, die Beine können es zwar nicht nachvollziehen, aber das Gehirn oder poetischer, das Herz und das Gefühl sind stärker.

Es wird noch einmal bezaubernd!

Das wissen offenbar auch die Fahrer der Pferdekutschen, die im wahrsten Sinne des Wortes, Touristen „zuhauf“ die Sehenswürdigkeiten erklären und die Maler, die entweder Quebecer Straßenszenen oder mehr oder weniger gute Karikaturen von Touristen verkaufen.

In diesem „alten Quebec“, in der für kanadische Verhältnisse so viele „seriöse“ Steinhäuser in historischer Umgebung zu bewundern sind, haben sich die alten Baumeister verdammt viel Mühe gegeben, um das Bild für uns hinreißend erscheinen zu lassen.

Wir haben es genossen, die Leistungen dieser Erbauer und auch die der Erhalterinnen und Erhalter mit unseren Fotos festzuhalten und diese dadurch für uns unvergesslich werden zu lassen.

Natürlich ist das, was wir gesehen haben, bestimmt nur ein Teil dessen, was Quebec-City insgesamt ausmacht, aber wir freuen uns darüber, diese einmalige, so viel Geschichte verströmende malerische „Bühne“, geboten bekommen zu haben.

Je me souviens!      (steht auf den Kfz Kennzeichen von Quebec)

Ein Gedanke zu “Bonjour Quebec!

  1. Hallo Ihr zwei Kanada-Bummler,
    gibt es denn niemanden, der den vor einer Woche publizierten Bericht kommentiert? Soviele Eindrücke: Angefangen von den Blumen an den Häuserfassaden, bis hin zur Weite des St.Lorenz-Stromes! – Danke, dass ihr uns ein bisschen an eurer Begeisterung, mit dem ihr eure Pläne umsetzt, teilhaben lasst. Ich freue mich schon auf euren nächsten Bericht!

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