History Days

27. – 30. Juni 2015

Wir kommen der US-amerikanischen Grenze, auf der anderen Seite liegt der US-Bundesstaat New York,

immer näher und haben beschlossen, Toronto und die Niagara Falls jetzt nicht zu besuchen, sondern uns weiter nach Westen zu orientieren.

Das heißt, wir umfahren diese aufregende Metrpole Montreal südlich, immer weiter am Ufer des St. Lorenz Stroms entlang

Aber zwischendurch sind Pflichten angesagt, d.h., Wäsche waschen und Wohnmobil reinigen: dafür finden wir den CG KOA Montreal West.
Wir sind ja hier nicht, um jeden Tag Urlaub zu haben!

Gepflegte Anlage mit Pool, preiswerte Waschmaschinen und Trockner, Propangastankstelle, die wir zum Nachfüllen unserer Flaschen nutzen, aber sehr laut gelegen, weil direkt am HYW 20, mit dem prächtigen Namenszusatz „Autoroute du Souvenir“, gelegen.

Am 29. fahren wir früh mittags dann weiter,

nehmen den Weg über den einmaligen Seven Islands Parkway

und nutzten nachmittags eine nicht nur schöne, sondern auch preisgünstige „unserviced“ Site auf dem Grenville Campground in Prescott, was der Angestellte im Office erst gar nicht glauben konnte und bemerkte, wenn wir kein Wasser und keinen Strom zur Verfügung hätten, dürften wir aber keinen Generator laufen lassen. Vero konnte ihn beruhigen.
Und staunen lassen: „O, solar panels, great!“

Herrliche Aussicht direkt am Ufer des St. Lorenz, aber ehrlicherweise erst, nachdem ich mit unserem Klappspaten jede Menge Hundescheiße weggeräumt hatte… (Petbeach!, Habe ich wohl zu spät auf der Karte gelesen)

1. – 3. Juli 2015

Quer durch’s Land, vorbei an hübschen Häuschen,

finden wir vielleicht eine Gelegenheit, heute am 1. Juli die überall stattfindenden Festlichkeiten zum „Canada Day“ irgendwo zu entdecken und wenn es mitten auf dem Land ist.
Wir versuchen es in Peterborough und werden fündig:

WoMo auf einem innerörtlichen Parkplatz am See (mit Riesenfontäne) verstaut (wie gut, dass es so klein ist) und immer der Nase nach, nämlich den viele Menschen hinterher. Wir landen auf der Festwiese, mitten auf dem „interkulturellen Kulturfest“:

Rot und weiß, die Nationalfarben der kanadischen Flagge ist die vorherrschende Farbkombination von Kleidung, Gesichtsschminke und Kostümen. Dazu finden wir Stände mit Essensangeboten aus den unterschiedlichsten Kulturen und Ländern dieser Erde, Tänze der verschiedenen Volksgruppen auf der Bühne und Zurschaustellung von in Fantasiekostümen gekleideter Erwachsener und Kinder…
Und das Schönste ist, finden wir:
Das Alles empfinden die hier Versammelten als sich gegenseitig respektierende „Zutaten“ einer großen kanadischen „Menschen-Gesellschaft“ und feiern dies in friedvoller Weise.

Wir sind tagsüber unterwegs, machen täglich unsere „späte“ Frühstückspause, manchmal auch ein Mittagsschläfchen und suchen uns dann nachmittags unsere „Overnightparkings“: zweimal einen WALMART,

einmal den Campground „Hammock Harbour“ in Oriella

und kommen so bis nach Midland oder besser gesagt bis zum in der Nähe liegenden Erlebnis-Museumsfort von „Sainte Marie among the Hurons“.

Wie der Name schon ahnen lässt, begreifen wir „gespielterweise“ hier, wie französische Katholiken und Jesuiten im 18. Jahrhundert mit einer „Ureinwohner-Gruppe“ von Huronen zusammen lebten, „natürlich“ missionierenderweise aber friedlich und voneinander lernend.

Die Geschichte endete dann wohl leider tragisch, weil dieser frühe „due kulti“ Versuch dem nebenan lebenden Stamm der Irokesen nicht besonders gefiel. Sie machten kurzen Prozess…
Jedenfalls ist der Versuch, das damalige Leben dieser beiden Gruppen „unter einem Dach“ darzustellen, gut anzuschauen und für deutsche Alltags- und Freiluftmuseen sehr zu empfehlen.

Das vollständig durch Holzpalisaden geschützte Dorf mit seinen verschiedenen Menschlichen Kultur- und Wirtschaftsbereichen „lebt“ wie alltäglich weiter und wird uns durch halbstündige „Shows“ realistisch lebendig.

Diese Form des „nachgespielten Alltags“ lässt aus dem Museum ein lebendiges Fort des 19. Jahrhunderts im 21. Jahrhundert werden.

Geschichte soll uns noch eine Weile begleiten. Wir nehmen die Fährte des Großen Manitou auf: Manitoulin Island

Howgh – ich habe gesprochen!

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