Ist es denn wahr?
Wieder heftiger Wind bis spät in die Nacht, mit Ausnahme der typischen „Abendflaute“ zwischen 6 und 8 p.m.
Trotzdem herrlich, diese laue Luft, fast frühlingshaft, zum Spazierengehen geeignet. 
Jetzt ist es 8:30 p.m. und auf dem Platz sind die „Bürgersteige schon hochgeklappt“, nahezu alle haben sich in Ihre Wohnmobile, Caravans oder Vorzelte zurückgezogen. 
Von gardinenlosen „reinguck“ Fenstern keine Spur. Da sind sich Spanier, Deutsche, Schweizer, Franzosen und Engländer interkulturell einig.

Der schon seit zwei Stunden sichtbare Fastvollmond, im Moment hält er sich bedeckt, beleuchtete bis eben den Platz kostenlos und eindrucksvoll.
Wir sind spät dran mit der Zubereitung unseres Abendessens. Die Bacalau in der Pfanne auf dem neuen Gasgrill will beobachtet und gewendet werden.
Unser Außenkochplatz bewährt sich und zeigt uns, wie besonders es ist, Ende Januar abends draußen zu sein.
Mein trotziger, fast schon zu später allabendlicher „Spaziergang“ führt mich ins Sanitärgebäude, in dem sich abends zwischen 7 und 9 vorwiegend „Spülmänner“ zum täglichen internationalen Tratschen einfinden.
Eine halbe Stunde später:
Unsere Filmnacht mit Tinto für Vero und Rosado für mich beginnt mit der Aufzeichnung von „Einfach genial „, der Sendung im MDR-Fernsehen, die Matze jetzt moderiert. Stolz beobachten wir seine erste Icespeedway-Runde, die er gut hinter sich gebracht hat. Anschließend ein Tatort, dann gehen wir auch, um 10 p.m. sicher fast die Spätesten, in unser Bett, noch ein paar Seiten gelesen bis die Augen zufallen.





Boule um drei: drei Spiele gewonnen, eins verloren…







Dabei noch Mails checken bis der Kaffee fertig ist.


Unser Stellplatz heute Abend liegt am Kurpark von Bad Schwalbach im Taunus, ca. 40 km nordwestlich von Frankfurt. Er bietet uns für 1 € Stromgeld pro 2 kW/h, einer Ver- und Entsorgung vom Feinten eine schöne ruhige Nacht.
Und ich besorge mir einen Kapuzenpullover und neue Gummispitzen für unsere Treckingstöcke.





Dazu kommt so ab drei Uhr nachmittags, pünktlich zum Kaffeetrinken im klassischen „Literaturcafé“, bei mir wird’s dann doch ein kleiner Rosè, der im Regenradar schon angekündigte Dauernieselregen.
Aber zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon ein kräftiges Frühstück bei Ute und Rainer und eine „trockene“, d.h. ohne Bier genossene Weißwurstbrotzeit auf dem Viktualienmarkt hinter uns.
Also, was machen wir in München, wenn es regnet?
Gehen wir gut beschirmt unter den Arkaden im Hofgarten spazieren, nur mal so, ach ja, da wird ja auch Boule gespielt.
Es gilt, lieber Rainer, wenn wir uns das nächste Mal sehen, dann wir eine Runde gespielt, egal wo!
…dann folgt noch die Stadtrundfahrt der besonderen Art, wir fahren Straßenbahn, eine Tageskarte für den ÖPNV haben wir sowieso, vom Theatinerplatz bis zum Ostbahnhof und wieder zurück. Eine außergewöhnliche Perspektive, besonders die Fahrt rund ums Maximilianeum, dem Bayerischen Landtag.
in Bad Wünnenberg, nur 60 km von Herford entfernt und trotzdem noch mit so schönem Gefühl, unterwegs zu sein.
Mal sehen, ob Vero’s Gefühl auch für mich Wahrheit wird:
-Murnau am Staffelsee
-Weilheim an der Ammer und über
-Etterschlag nach -Hohenwart bei
Pfaffenhofen sind unsere letzten Stationen, bevor am Freitag nach
Schöön is es!
Und wie ich es schon voraus gesagt habe, es ist viel mehr als ein „Wollkauftrip“.
Unter anderem zwei wunderschöne Radltouren, eine an der Ammer entlang, durch den „Eibenwald“

und die andere durch das Tal der „Paar“ (die heißt wirklich so) von Hohenwart über Wangen bis nach Waidhofen.


Jedesmal mit einer genüsslichen Einkehr in ein Restaurant oder einen Biergarten.
Und nicht zu vergessen, unsere typisch bayrische 1. Maierfahrung:
Der Maibaum wird aufgestellt!
In Etterschlag durften wir das hautnah erleben und wenn ich gewollt und mich getraut hätte, dann hätt‘ ich mitgeholfen, den bestimmt zwanzig Meter langen Baumstamm aus der Waagerechten in die Senkrechte zu stemmen.
Die Café“sitzungen“ im „Panem“ in Murnau oder in der
Es ist wahrscheinlich nicht von so herausragendem Interesse zu behalten, welche Stellplätze wir bevorzugen.
manchmal sogar kostenlos oder nur gegen eine Gebühr für den verbrauchten Strom.
Jedenfalls landen wir so unterstützt zum Beispiel in Hohenwart in der Holledau, wo neben Hopfen vor allen Dingen auch Spargel angebaut wird, mit anderen Worten: was für uns Ostwestfalen Oppenwehe ist, dass ist für die Münchener „Schrobenhausen“ (gleich neben Hohenwart)
Am Wochenende sollen wir in München einfach nur a „Sauwetter“ ham!
Der Platz Nr.12 mit Ausblick in den Frühling lässt uns wünschen, mehr als einen Tag hier bleiben zu wollen, und so machen wir es!
Treiben lassen ist angesagt und unfassbar, im Zentrum Wutöschingens, dem Hauptort, der 2 km entfernt liegt, spielen Willi, Enzo, Rainer (gebürtig aus Hameln) und andere direkt unter einem prachtvollen Lindenbaum und wie sinnfällig, neben dem örtlichen Altenheim, Boule, und ich auch!
die Farben draußen extrem intensiv, es ist fünf vor zehn, die Degernauer Zwiebelturmglocke auf dem Hügel nebenan ruft zum Sonntag… mein Himmelreich ist mein Bett.
Ich vergaß, die Vögel zwitschern. Ich hätte sie fast überhört, so ruhig ist es…
Ach ja, bevor ich’s vergesse: Danke, Tina, für die schönen Stunden bei euch, ganz viel Glück mit eurem wunderschönen neuen Zuhause und viele Grüße an Max und Tim. Nächstes Mal spiel ich wieder Schach gegen Euch, dann verliere ich bestimmt!
Irgendwie führte uns das Navi dann erst einmal „liebenswerterweise“ links der Rhone nach Norden:
eine zwar kurvige, aber landschaftlich sehr attraktive Route, die wir kurz vor Valence verließen, um dort erstens zu frühstücken, zweitens den Fluss zu überqueren und drittens in Richtung französische Jura, durch dichte Wallnussbaumplantagen, auf Grenoble zuzuhalten.
Meine „Copilotin“ nutzte die Zeit nicht nur für’s Stricken, sondern analysierte fachgerecht den unter Berücksichtigung unserer Gesamtstrecke am besten geeigneten Übernachtungsplatz.
einer Straußenfarm mit Nebenerwerb (WoMoStellplätze).
Ein Erlebnis der besonderen Art, zumal in einem Hofladen in der Scheune (Boutique!) diverse Straußenprodukte und auch Weine zu erstehen waren, deren Preis beim Kauf mit der SP-Gebühr von 5 € verrechnet wurden, also:
eine Flasche Wein 6 € und schon war die Gebühr inklusive!
Das war’s dann schon f(ast)ür heute, alles Weitere siehe Bilder.

